Seit 2007 übernimmt Grünenthal verstärkt Verantwortung bei der Unterstützung von Personen, die von der Tragödie betroffenen sind. Was mit dem Aufbau eines Dialogs mit einzelnen Vertretern der Betroffenen begann, führte über eine Entschuldigung bis hin zum Start der Härtefall-Initiative und zur Gründung der Grünenthal-Stiftung. Ein wichtiger Schritt im Umgang mit den Thalidomidbbetroffenen war die Bitte um Entschuldigung des damaligen Vorsitzenden der Geschäftsführung Dr. Harald F. Stock. Am 31. August 2012 richtete er diese an die von Thalidomid-betroffenen Menschen und ihre Familien. Im selben Jahr wurde die „Grünenthal-Stiftung zur Unterstützung von Thalidomidbetroffenen“ gegründet. Stiftungszweck ist die nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation von betroffenen Menschen.
Auch ein Runder Tisch mit Vertretern von Betroffenenverbänden hat maßgeblich dazu beigetragen, dass sich über die Zeit ein Vertrauensverhältnis zwischen der Grünenthal-Stiftung und den Betroffenen entwickeln konnte.
Die Grünenthal-Stiftung konzentriert sich vor allem auf den Erhalt der Mobilität und der Autonomie im Wohnumfeld. Die Stiftung unterstützt weltweit, sofern die anfragende Person von der Conterganstiftung oder einer ähnlichen Institution, die vergleichbare Kriterien bei der Anerkennung von Thalidomid-Schäden anwendet, anerkannt ist. Seit Bestehen hat die Stiftung mehr als 4.500 Anliegen unterstützt.
Die Grünenthal-Stiftung steht in fortlaufendem Dialog mit Betroffenen, um die individuellen Bedarfe der Menschen zu verstehen und zu erfahren, in welcher Form Unterstützung benötigt wird. Regelmäßige Gespräche mit Thalidomidbetroffenen zeigen immer wieder, wie wichtig dieser direkte Austausch von Mensch zu Mensch ist. Auch zukünftig wird die Stiftung Betroffene begleiten und die Unterstützung an die sich ändernden Bedarfe anpassen.
Die Basis hierfür ist der stete Dialog mit Contergan-Geschädigten, wobei der Mehrwert unserer Unterstützungsleistungen und somit die Verbesserung der Lebensqualität von Betroffenen im Fokus stehen.